Digitize the planet

1. Daten verbreiten

Daten frei nutzbar als Open Data zur Verfügung stellen und dafür sorgen, dass sie auf den „richtigen“ Kanälen veröffentlicht werden

Die Informationen, welche durch den Verein gesammelt und bereitgestellt werden, müssen an den richtigen Stellen kommuniziert werden. Digitale Plattformen und Navigation gewinnen an immer größerer Bedeutung für die Planung, Durchführung und Informationssuche in der Freizeitwelt. Um eine regelkonforme Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten zu ermöglichen, müssen die Informationen an diesen Stellen vorliegen und klar kommuniziert werden.

Wir stellen die Daten im ersten Schritt als Open Data bereit, so dass sie von jedem genutzt werden können. Darüber hinaus fokussieren wir die Zusammenarbeit und den Schnittstellen Aufbau zu Plattformen und digitalen Kartenanbietern. Wir stehen bereit, um Hilfe bei der Integration und der richtigen Ausspielung zu leisten.

Open Data mit einem Fokus auf Plattformen und Karten-Apps

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Auch Open Data unterliegt verschiedenen Lizenzbedingungen und auch hier gibt es einige Standards.

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Gerne arbeiten wir mit den Plattformen zusammen um eine möglichst einfache und umfassende Ausspielung der Daten zu ermöglichen.

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Erste Daten wurden veröffentlicht.

Open Data ist nicht gleich Open Data

Der Verein wird die Daten als Open Data bereitstellen, somit soll sie jeder frei nutzen können. Aber auch bei Open Data Veröffentlichungen gibt es Lizenzen und rechtliche Einschränkung in der Nutzung und Verbreitung von Wissen, Daten und Software.

Mehrere Initiativen haben vor diesem Hintergrund Standardlizenzen für verschiedene Anwendungszwecke erstellt und diese zur freien Nutzung freigegeben. Damit soll erreicht werden, dass durch die einfache standardisierte Anwendung mehr Autoren und Urheber ihre Werke unter offenen Lizenzen veröffentlichen. Zudem wurden Standards geschaffen, die in vielen Ländern Anwendung im Rechtssystem finden und einen schnellen Überblick über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten geben.

Einer der bekanntesten Herausgeber ist die Creative Commons, welche sich auf standardisierte Lizenzverträge zum Urheberrecht für Texte, Bilder, Videos und kreative Arbeiten konzentriert.  Mit einfachen Piktogrammen und einem System aus Verbindungen von verschiedenen Nutzungsrechten wird eine zielgerichtete Lizenz für unterschiedliche Anwendungen bereitgestellt. Daher kann gekennzeichnet werden, ob die Werke kommerziell genutzt werden dürfen, ob sie verändert werden können oder ob und wie es erlaubt ist sie weiterzugeben.

Im Bereich von Daten und Datenbanken hat sich die Open Knowledge Foundation auf standardisierte Lizenzen für die Datennutzung spezialisiert und beruft sich auf das Urheberrecht, Vertragsrecht und Datenbankrechte. OpenStreetMap stellt einen der größten Nutzer dieser Lizenz dar und nutzt diese für ihre Datenbank und eine Lizenz der Creative Commons für das angeschlossene Wiki (CC BY-SA 2.0). Die gängigste Lizenz (OdbL) beschreibt, dass das Teilen und Bearbeiten von Daten/Datenbanken für beliebige Zwecke erlaubt ist. Die Bedingungen sind, die Namensnennung der Urheber der Daten und das Bereitstellen des neuen Werkes unter der gleichen Lizenz.

Die wichtigsten Unterschiede der beiden Standards liegen in den benutzten Rechten, welche global großen Unterschieden unterliegen oder wie beispielsweise das Datenbankrecht nur in Europa Anwendung findet. Weiter zeigen sich Unterschiede in der Anbindung von Daten mit anderen Lizenzvereinbarungen und der Weiterverwendung unter bestimmten Lizenzen.

Daher ist es auch für den Verein wichtig eine maßgeschneiderte und leicht verständliche Lizenz zu verwenden, welche die bestmögliche und einfachste Verbreitung der Daten zulässt, ohne den Nutzer vor rechtliche Probleme zu stellen.

Konzepte für eine Veröffentlichung und Ausspielung

Der Fokus bei der Verbreitung unserer Daten liegt auf einer nutzerfreundlichen Ausspielung auf den gängigen Tourenplattformen und Kartenanbieter. Wir können keine Aussage dazu treffen, wie die Plattformen und Anbieter die Daten Ausspielen oder wie diese Kommuniziert werden. Wir können unsere Informationen aber so bereitstellen, dass sie für eine vielfältige und umfassende Information der Endnutzer genutzt werden können. Im Weiteren ein erstes Beispiel für die Ausspielung und die Aufbereitung der Informationen für den Endnutzer.

Im ersten Schritt ist es wichtig dem Benutzer die Information zu geben, wo ein Schutzgebiet liegt, ob sich die gewählte Tour in einem Schutzgebiet befindet, welche Wege und POI’s dürfen im Schutzgebiet wie benutzt werden. Einfachste Darstellungsweise ist zunächst die Karte mit den Grenzen des Schutzgebietes, um im nächsten Schritt alle weiteren Elemente wie Wege, Plätze und Besonderheiten darzustellen.

Im nächsten Schritt geht es darum, dem Benutzer die Regeln, die in dem beschriebenen Gebiet mit seinen Wegen und besonderen Flächen gelten, einfach und verständlich darzustellen. Bisher wird hier aufgrund der fehlenden Informationslage beispielsweise mit allgemeinen Bitten zum Verhalten gearbeitet (Bild). Da es sich aber in Schutzgebieten oft um rechtlich bindende Regeln handelt, sollten diese auch als solche kommuniziert werden. In den vorrangegangenen Punkten (Regelwerke durchleuchten & Format schaffen) ging es darum die Regeln aus Gesetzen und Verordnung in Maschinensprache zu übersetzen. Bei der Ausspielung für den Endnutzer muss eine weitere Übersetzungsleistung erbracht werden. Die Regeln müssen neben der Implementierung in der Karte auf Flächen und Wegen auch klar und eindeutig beschrieben werden. Dazu wurde ein erster Katalog, der gängigsten Regeln aus der ersten Pilotphase, begonnen. Wir freuen uns über Anmerkungen, Erweiterungen und Verbesserungsvorschläge.

Erste Regelformulierungen

Die wichtigsten Punkte bei der Vermittlung von Informationen zum richtigen Verhalten sind mit der Lage und Abgrenzung sowie den Regeln des Schutzgebietes erfüllt. Es gibt aber noch weitere Informationen und Kommunikationsstrategien, um ein naturverträgliches und regelkonformes Verhalten zu fördern. Erweiterte Informationen zum Schutzgebiet können die Akzeptanz und das Bewusstsein für sensible Schutzgebiete steigern. Was sind die Besonderheiten des Schutzgebietes, die es gilt durch regelkonformes Verhalten zu schützen. Im ersten Schritt wird vom Verein ein kurzer Abschnitt zu Beschreibung des Schutzgebietes in den Daten vorgesehen. Dieser Punkt lässt sich aber noch Erweitern und kann ein weiteres wichtiges Mittel darstellen.

Erste Daten auf Plattformen

Zusammen mit „Bergwelten Tirol – Miteinander erleben“ konnten wir einen ersten wichtigen Datensatz auf Outdooractive veröffentlichen und hoffen, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zu dieser wichtigen Initiative leisten können. Bei den veröffentlichen Daten handelt es sich um freiwillige Betretungsverbote, die zumeist in der sensiblen Winterzeit gelten.

Neben diesen Daten werden die ersten Schutzgebiete und ihre Daten, welche in den Pilotphasen gesammelt wurden, auf Outdooractive veröffentlicht. Darüber hinaus liegen die ersten konzeptionellen Tabellen hier zum Download bereit.