Unsere Arbeit

Unsere Arbeit

Wir wollen Informationen über Regelungen zum Verhalten in der Natur digital aufarbeiten und als Open Data frei verfügbar machen. Dies ist wichtige Voraussetzung für Informationen zum sachgerechten Verhalten in Natur und Landschaft. Der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele und arbeitet gemeinnützig.

Outdoor-Aktivitäten liegen im Trend – immer mehr Menschen zieht es in die Natur. Verschiedene Online-Tourenportale stellen digitale Informationen zu Routen und Erlebnismöglichkeiten zur Verfügung, zahlreiche Freizeitaktive folgen diesen Routentipps. Zu Konflikten kommt es, wenn Routenvorschläge nicht mit bestehenden Regelungen, z. B. zum Naturschutz übereinstimmen.

In mittlerweile drei von BTE und outdooractive veranstalteten Round Tables wurde der Handlungsbedarf deutlich: Es werden Daten benötigt, die sowohl Naturschutzinformationen als auch gesetzliche Grundlagen abbilden. Diese Daten müssen in georeferenzierter Form strukturiert und maschinenlesbar zusammengetragen, digitalisiert und aufbereitet werden. Als Open Data könnten sie im Anschluss u.a. allen Internetportalen zur Verfügung gestellt und an die Nutzer ausgegeben werden.
 
Diese Aufgabe soll zukünftig von unserem gemeinnützigen Verein für digitale Naturschutz-Informationen übernommen werden. Ziel ist es, gemeinsame Standards zu schaffen, Kooperationen mit DMOs und Schutzgebieten aufzubauen und die dringend benötigten Daten zu erstellen. Hierfür wurde ab dem 1.5.2020 eine Vollzeitstelle geschaffen. Der Verein soll sich über Mitgliederbeiträge, Spenden und Fördermittel finanzieren. Outdooractive wird 1% aller Einnahmen aus den Pro/Pro+ Mitgliedschaften spenden. Weitere Sponsoren sollen über die Beteiligung an der Initiative one percent for the planet“ erreicht werden.

Die fünf Kernaufgaben des Vereins

1. Regelwerke durchleuchten:

Welche Rahmenbedingungen werden durch EU, Bund und Länder geschaffen?

  • Was sind die Unterschiede zwischen verschiedenen Verwaltungseinheiten?
  • Wie ist die Gesetzgebung aufgebaut? 

2. Format schaffen:

Erarbeitung eines harmonisierten Abbildungsformats für die Regeln/ Nutzungsbedingungen zur Freizeit-nutzung von Natur- und naturnahen Räumen.

  • Wie müssen die Daten strukturiert werden?
  • In welcher Tiefe werden die Daten benötigt?
  • Erste Verordnungen und Gesetze werden gesammelt und strukturiert

3. Daten schaffen:

Schaffung eines frei nutzbaren Datensatzes für die Regeln/Nutzungs-bedingungen zur Freizeitnutzung von Natur- und naturnahen Räumen.

  • Wie können die Daten künftig bestmöglich angelegt und gepflegt werden?
  • Welche Nutzeranforderungen gibt es?

4. Daten verbreiten:

Daten frei nutzbar zur Verfügung stellen und dafür sorgen, dass sie auf den „richtigen“ Kanälen veröffentlicht werden.

  • Welches Format?
  • Welche Schnittstellen?
  • Form der Dokumentation
  • Wie motivieren wir von vielen Endnutzern verwendete Plattformen zur Verwendung des Datensatzes?

5. Aufklären:

Information von Fachwelt und Publikumspresse über unseren Standard, welches Problem wir damit lösen, die verfügbaren Daten und die Möglichkeiten zur Nutzung.

  • Wir möchten die konkreten Probleme vor Ort sammeln/identifizieren
  • Zusammen mit allen Akteuren Lösungen finden und aufzeigen
  • Unseren Beitrag darstellen
  • Den Nutzen und die Anwendung erklären

Die ersten Pilotregionen

„Der Besucherdruck auf unsere Natur- und Kulturlandschaft hat in den letzten Jahren zugenommen. Wir sehen einen großen Teil der zukünftigen Besucherlenkung im digitalen Bereich. Ergänzend zur Arbeit der Ranger im Gelände sind sie auch als „Digital-Ranger“ im Netz unterwegs. Schutzgebietsinformationen in allen Tourenportalen zu veröffentlichen wäre für uns eine große Hilfe!“

Bild: Moritz Sonntag

„Viele Menschen kommen in den Nationalpark Bayerischer Wald, um wilde Natur zu entdecken. Damit das Miteinander von Erholungsnutzung und Naturschutz funktioniert, braucht es jedoch Regeln für Besucher. Diese Regeln müssen über verschiedene Kanäle verbreitet werden, dabei spielen digitale Medien in der heutigen Zeit eine bedeutende Rolle. Die Digitalisierung von Regeln, Verordnungen und Vorschriften und deren Bereitstellung als Open Data ist wichtig, um so viele Besucher wie möglich zu erreichen und für die Besonderheiten des Nationalparks zu sensibilisieren.“

Der Nationalpark Sächsische Schweiz zählt mit 3 Millionen Gästen pro Jahr zu den Großschutzgebieten mit dem höchsten Besucherdruck in Deutschland.

Nur wenn alle Gäste die Regelungen im Nationalpark zum Schutz der Natur kennen und einhalten, können wir auch künftig den Schutzzweck des Nationalparks erfüllen,  „Natur Natur sein lassen“ und die Schönheit unserer einzigartigen Felsenlandschaft mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna für zukünftige Generationen bewahren.

In der Zukunft wollen wir die Digitalisierung ausweiten:

activity_related_round

Aktivitätsbezogene Verbote

temporal_clousres_round

Sperrungen

Hazards_round

Gefahren

occupancy_rate_round

Belegungsraten